Karl Delorme Preis 2016

 

Samstag der 12.03.2016, der 5. Todestag von Karl Delorme und der Tag vor der Landtagswahl in Rheinland Pfalz.

 

Das Foyer des Unterhauses in Mainz ist gefüllt mit Menschen die interessiert und in freudiger Erwartung sind was nun gleich zum ersten Mal passiert. Die Familie Delorme und die SPD Mainz verleihen zum ersten Mal den Karl Delorme Preis an ehrenamtliche Initiativen, die sich um die Stadt Mainz und die Menschen bemühen.

 

Karl Delorme war ein herausragender Sozialdemokrat. Insbesondere der Aufbau der sozialen Infrastruktur nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende des Nationalsozialismus und die Schaffung von sozialem Wohnraum sind mit seinem Namen verbunden. Zudem bereicherte er das soziale und kulturelle Leben der Stadt durch die Etablierung der Mainzer Johannisnacht oder des Open-Ohr Festivals.

 

Oberbürgermeister Michael Ebling begrüßt die Gäste und Preisträger, würdigt den Namensgeber des Preises Karl Delorme und berichtet von der schweren Juryentscheidung aufgrund der regen Teilnahme bevor er das Wort an Klaus Delorme, den Sohn von Karl Delorme, übergibt.

 

Klaus Delorme beschreibt seinen Vater als herzlichen aber auch willensstarken Menschen, dem es immer um die Sache ging und um die Menschen und die Menschlichkeit in Mainz. So berichtet er, dass sein Vater die Halle einer ehemaligen Bäckerei in Hechtsheim "über Nacht" als Verantwortlicher der Stadt angekauft hat; dies wäre heute fast undenkbar.

 

Staatsministerin Doris Ahnen und Landtagsabgeordneter Jahannes Klomann sind die Laudatoren für die Preisträger. Doris Ahne ist die IG Layenhof bereits bestens bekannt, denn Sie hat dem Ehrenvorsitzenden Wolfgang Schäfer im vergangenen Sommer bereits die Ehrennadel des Landes Rheinland Pfalz verliehen. So war es für sie "fast" ein Heimspiel.

 

"Die Interessengemeinschaft Layenhof kümmert sich seit über 20 Jahren um das soziale Leben in diesem Wohngebiet. Als ihre Ziele benennt sie die Kinder- und Jugendarbeit, die Angebote für Spiel- und Freizeitmöglichkeiten, die Freizeit und Un-terhaltungsmöglichkeiten für Erwachsene, die Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Integration benachteiligter Menschen und den Umweltschutz. Gleichzeitig versteht sie sich als Sprachrohr der Bewohner gegenüber der Stadt und anderen Verantwortlichen. Daneben hat sie sich zum Bindeglied der auf dem Gelände beheimateten Vereine und Institutionen entwickelt."

 

Karl-Delorme-Preis 2016

 

Johannes Klomann hielt die Laudatio für die Initiative Medinetz.

 

"Die 2006 gegründete Medizinische Vermittlungsstelle für Flüchtlinge, Migrant/inn/en und Menschen ohne Papiere Medinetz hat sich zum Ziel gesetzt, eine verbesserte medizinische Versorgung für Migrant/inn/en, Flüchtlinge und Menschen ohne Papiere in Mainz und Umgebung zu schaffen und das Engagement der einzelnen Ärztinnen und Ärzte zu vernetzen. Daneben will der Verein in der Öffentlichkeit auf das Thema "Menschen in der Illegalität" aufmerksam machen und die Situation der hier lebenden Menschen ohne Papiere im Rahmen von Veranstaltungen darstellen und diskutieren. Er hat eine Sprechstunde eingerichtet, die erkrankte Personen aufsuchen können. Nach einem Beratungsgespräch vermittelt er die Patienten an einen der über 30 Ärzte, die mit dem Verein kooperieren."

 

Gruppenfoto

 

Stellvertretend für den Verein (IG Layenhof) haben Wolfgang Schäfer (Ehrenvorsitzender), die Vorstandsmitglieder Silke Repp und Stefan Deck, sowie der amtierende Vorsitzende Alexander Chatzigeorgiou den Preis entgegen genommen.

 

Beim anschließenden Austausch konnten die anwesenden IG´ler interessante Kontakte knüpfen und Themen wie Spielplatz, Integration und Nachbarschaft auf dem Layenhof ansprechen.

 

Lob und Anerkennung gebührt allen Mitgliedern der IG Layenhof, die ehrenamtlich und unermüdlich bestrebt sind den Layenhof in seiner "Buntheit" zu erhalten und zu dem zu machen was er ist, einem der schönsten, grünsten, integrativsten und herzlichsten Teil der Stadt Mainz!
 



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